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Unser Ansatz

Gender ist mehr als Geschlecht

Das englische „Gender“ bezeichnet die gesellschaftlichen Geschlechterverhältnisse oder auch das soziale Geschlecht. Gender wird in den Sozialwissenschaften als Fachbegriff gebraucht, um zu verdeutlichen, dass es um mehr geht als das individuelle oder biologische Geschlecht von Personen. Gender markiert eine soziale Struktur, die immer verwoben ist mit weiteren gesellschaftlichen Parametern wie der sozialen Herkunft, Alter oder Migrationshintergrund.

Gender Mainstreaming

Der Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen definiert Gender Mainstreaming wie folgt: „Mainstreaming einer Gender-Perspektive ist der Prozess, die Auswirkungen für Frauen und Männer jeder geplanten Aktion, einschließlich der Gesetzgebung, Politiken und Programme in jedem Bereich und auf allen Ebenen festzustellen. Es ist eine Strategie, um die Bedürfnisse und Erfahrungen sowohl von Frauen als auch von Männern zur integralen Dimension des Designs, der Umsetzung sowie der laufenden Überprüfung und Evaluierung von Politiken und Programmen zu machen, und zwar in allen politischen, ökonomischen und sozialen Bereichen, sodass sie Frauen und Männer gleichermaßen zugute kommen und Ungleichheit nicht fortgeführt wird. Das ultimative Ziel ist es, die Gleichberechtigung der Geschlechter („gender equality“) zu erreichen.“

Somit ist Gender Mainstreeaming eine Poltik- und Organisationsstrategie, die auf die gesetzlich verankerte Gleichstellung von Frauen und Männern abzielt. Mehr zum Thema erfahren Sie im Blog des genderbüros, bei der Bundeszentrale für Politische Bildung und in der Fachliteratur, zum Beispiel: Frey/Kuhl (2003): Wohin mit Gender Mainstreaming? (auf dem Portal: „Gender Politik Online“ der Freien Universität Berlin).

Sach- und Handlungsorientierung

Gender Mainstreaming wird mit Sinn und Leben gefüllt, wenn in der Umsetzung fachliche Bezüge zum jeweiligen Arbeitsfeld hergestellt werden. Deswegen ist ein Fokus auf fachliche Gender-Aspekte wesentlich für ein wirkungsorientiertes Handeln von Organisationen.  Von der Altenpflege bis zum Zuwendungswesen: Die Gender-Dimension eines Themas bringt neue fachliche Einsichten mit sich und erweitert den Horizont.